Die erste Trägerin des Weyher Kultur-Nachwuchspreises, kurz WKNP, steht fest: Lisa Rehenbrock hat mit ihrem Gemälde „Alles dreht sich!“ die siebenköpfige Jury überzeugt – und natürlich nicht nur, weil ihr Werk den Titel des vorgegebenen Oberthemas trägt. Sie erhielt die Auszeichnung vielmehr für ihre beeindruckende Umsetzung mit viel Kreativität, künstlerischem Können und aktuellen Bezügen.
Die 21-jährige Lisa Rehenbrock aus Sudweyhe hat mit ihrer Öl-Malerei intensive Gefühle zwischen Angst und Hoffnung auf Leinwand gebannt. Auf 60 mal 80 Zentimetern ist eine Szenerie im Strudel der Kriegswirren zu sehen, zwei Mädchen umkreist von bedrohlich wirkenden Papierfliegern, aber auch von einer Friedenstaube. Lisa Rehenbrocks Bild, das sie den Kindern aus Kriegsgebieten widmet, trifft ins Herz. Und die Botschaft, dass Kinder eigentlich niemals solchem Leid, solcher Zerstörung ausgesetzt sein sollten, spricht sicher vielen aus dem Herzen.
Lisa Rehenbrock darf sich über ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro freuen. Der Betrag soll dabei unterstützen, in der Kunst- und Kulturszene Fuß zu fassen, möglicherweise den Grundstein zu legen für eine Karriere in diesem Bereich. Neben ihr hatten sich noch sechs weitere junge Frauen beworben und kamen in die engere Auswahl (alphabetisch geordnet):
- Liv Engler - Gedicht „Zu viel Welt für so wenig ich“
- Franziska Gröne (Gruppenbewerbung zusammen Sina Poppe, Tony Can, Fabio Sobotzki, Marvin Adler) - Kurzfilm „Von oben nichts Neues“
- Merle Hoffmann - Gemälde „Tanzende Spieluhr“
- Ameel Hotaky - Lied „All I got is the pen“
- Olivia Hüneke - Gemälde „Whirling wings of a rising swan“
- Bianca Neumann - Darbietung auf Klarinette „Lang lang ist's her“
„Dies war der Anfang einer neuen Tradition, angeregt aus den Reihen der Politik, der schon einmal bezeichnend war für die künstlerische Vielfalt hier bei uns in Weyhe. Ich bin davon überzeugt, dass die Preisverleihungen, die nun folgen werden, ähnlich Kreatives zutage bringen werden. Aber diesen Preis als Erste in den Händen halten zu können, ist schon etwas Einzigartiges, auf das man natürlich besonders stolz sein kann“, so Bürgermeister Frank Seidel bei der Verleihungs-Premiere.
